Fernreisen Schottland – krag majestätische Landschaft wie bei einer Kurzreisen nach Ägypten

Tag: Geschenke

Fernreisen: Schottland ist – ähnlich wie Norwegen – in unseren Augen ein ganz besonderes Reiseland. Sei es die beeindruckende, karg-majestätische Landschaft, die tollen Motorradstrecken mit den kilometerlangen Singletrack-Abschnitten, die überall präsente Geschichte des Landes, die tollen Burgen oder auch nur die ausserordentlich spannende Aussprache des Englischen. Fakt ist, dass so ziemlich alle Menschen, die einmal in Schottland waren, von dem Fieber gepackt sind, wiederkommen zu wollen. Nicht umsonst sieht man auf so erstaunlich vielen Autos und Motorrädern in Deutschland Schottland-Fahnen. Und das, obwohl jede/r dritte Schottland-Reisende von dort wiederkommt und behauptet, sie oder er hätte vom Land wegen des vielen Regens gar nicht so viel gesehen.

Nun halten wir das für deutlich übertrieben! Natürlich bekommt dieses Fleckchen Erde, wegen seiner exponierten Lage im Nordatlantik, so manchen Sommerregen ab. Aber dass es zwei Wochen durchregnet, das ist extrem selten. Man muß halt mit dem einen oder anderen Schauer rechnen und sich entsprechend ausrüsten. Die gute Seite daran ist, dass der Regen selten flächendeckend fällt – wir können also im Zweifelsfall auch schon mal davor „flüchten“. Regenwahrscheinlichkeit hin oder her – Schottland hat einfach ein ganz besonderes Flair… und das werden wir auf dieser Tour so richtig auskosten!

Eine weitere Ähnlichkeit mit Norwegen hat dieses Land (leider) auch noch – es ist nicht billig. Das ist im Wesentlichen deswegen so, weil die Transportwege in den Norden ganz schön lang werden. Da hat man schon mal das Gefühl, dass an der Nordküste ein Apfel oder einen Banane mit Gold aufgewogen werden soll… Aber schließlich haben wir aus diesem Grund ja die Tour wieder mit Halbpension geplant.

Die Hoteliers lassen sich ihr leckeres und in der Regel mehrgängiges Essen (internationale Küche gekoppelt mit schottischen Spezialitäten) zwar auch gut bezahlen, aber das kommt uns allemal günstiger als ausschließlich in Restaurants essen zu gehen. Mittags suchen wir uns Pubs mit günstigen und guten Angeboten, genau so wie die Schotten selbst das auch machen.

Die Strassen sind häufig winkelig und kurvig, da sie an den natürlichen Gegebenheiten der Landschaften entlang laufen, wie man es auch von Ägypten kennt. Die Strassenbeläge sind sehr gemischt – je abgelegener die Strasse, desto schlechter und aufgesprungener ist meistens der Asphalt. Im Norden Schottlands sind freilaufende Schafe unser ständiger Begleiter und tote Tiere am Strassenrand erinnern uns immer wieder daran, dass es speziell für Motorradfahrer nachteilige Folgen haben kann, über ein Schaf hinüber, statt drumherum fahren zu wollen. Also fahren wir lieber in moderatem Tempo und geniessen die Natur und die fantastischen Aussichten der Kurzreise.

Schottland ist landschaftlich stark geprägt von den Lochs – den meistens weniger steilwandigen Verwandten der norwegischen Fjorde. Die Stimmungen, die an diesen tief ins Land schneidenden Meerarmen und langgestreckten Seen speziell in den frühen Morgenstunden und Dämmerungsstunden entstehen, sind absolut einzigartig! Von heiteren Sonnenreflexen auf dem Wasser und strahlend blauem Himmel, über melancholische Nebelansichten, bis hin zu drohend und dramatisch wirkenden Wolkenformationen, sehen wir jeden Tag neue, faszinierende Szenerien – fast wie auf einer Flusskreuzfahrt.

Es versteht sich von selbst, dass wir an den schönsten der vielen Burgen und Schlösser auch nicht vorbeifahren. In den weitaus meisten Fällen sind diese alten und geschichtsträchtigen Gebäude für das staunende Publikum geöffnet und wir erhalten einen guten Einblick in das Leben der Clanchefs vor einigen Hundert Jahren.